Sie sind hier: Initiative / Projekt
Netzwerk Wissenschaftsjournalismus

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Webseite anzumelden:

Passwort vergessen?

Download

Initiative Wissenschaftsjournalismus

Am 1. Januar 2008 ist die Initiative Wissenschaftsjournalismus an der TU Dortmund gestartet. Mit diesem gemeinsamen Projekt – angesiedelt am Lehrstuhl Wissenschaftsjournalismus der TU – wollen die Robert Bosch Stiftung, der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und die BASF SE die unabhängige und hochqualitative wissenschaftsjournalistische Berichterstattung in Deutschland stärken. Von Anfang 2008 bis Ende 2011 wird die Initiative Weiterbildungsprogramme und Vernetzungsmöglichkeiten für Wissenschaftsjournalisten in Deutschland bieten:

  • Im Zentrum der Weiterbildungsseminare für Wissenschaftsjournalisten stehen die praxisnahe Vermittlung von Fachwissen und von Kontakten zu Forschern in Hochschule und Wirtschaft. Weitere Themen: Das Erlernen von Recherchestrategien und die Stärkung der Beurteilungsfähigkeit. Dabei beleuchten hochkarätige Dozenten den Forschungsbetrieb: Aufgaben und Selbstverständnis des Wissenschaftsjournalismus, Strukturen und Finanzierung der Wissenschaft, Umgang mit Studien und Statistiken, (Online-)Recherche im Wissenschaftsbetrieb, Interviewtechnik/Gesprächsführung, Wissenschaft im Spannungsfeld von Wirtschaft und Politik. Elementarer Bestandteil der fünftägigen Seminare ist der Besuch einer renommierten Forschungseinrichtung, der journalistisch aufgearbeitet wird. Die Seminare wenden sich an freie und fest angestellte Journalisten aus Print- und elektronischen Medien mit mindestens zwei jähriger Berufserfahrung, die in Regional- und Publikumsmedien regelmäßig Wissenschaftsthemen bearbeiten oder künftig bearbeiten werden. Ausdrücklich wenden sich die Seminare auch an jene freien und fest angestellten Journalisten, die diese Themen regelmäßig auch außerhalb eines Fachressorts „Wissenschaft“ behandeln oder künftig behandeln werden. Zudem basiert die Seminarreihe auf einem regionalen Konzept. Die letzten Seminare haben in Stuttgart (April 2010), Berlin (September 2009) und Dortmund (Juni 2008) stattgefunden. Das nächste Seminar ist für Frühjahr/Sommer 2011 geplant. Interessenten können sich jederzeit in unseren Projektverteiler aufnehmen lassen (s.u.) und werden so rechtzeitig über die Ausschreibungsfristen informiert.

  • Darüber hinaus bietet die Initiative Spezial-Seminare an: So hat im Sommer 2010 ein neues dreiteiliges Seminar "Wissenschaft Online" (3 x 1,5 Tage) Premiere gehabt. Im Zentrum des ersten Moduls stehen die Strukturen des Wissenschaftssystems, Recherchestrategien, Studien und Statistiken. Im zweiten Modul werden internetspezifische Kompetenzen vermittelt: sinnvoller Einsatz von User Generated Content, Umgang mit Interaktivität, Kommunikation mit den Nutzern. Im dritten Block werden praktische Beispiele zur sinnvollen Einbindung von Multimediainhalten behandelt: Best-Practice-Beispiele machen optimale Dramaturgien nachvollziehbar, verschiedene Fallstudien verdeutlichen, wie Infografiken, Bildern und Video eingesetzt werden können. Das nächste Online-Seminar planen wir für Frühjahr 2011. Vom 27.-29.10.2010 bietet die Initiative in Kooperation mit der RTL Journalistenschule das Spezial-Seminar "Wissenschaftsjournalismus im TV" an. Schwerpunkte sind: Wissenschaft zur Story machen, Beitragskonzeption für Wissensthemen, Einsatzmöglichkeiten von Grafik und Animation, Recherchetipps für die Wissenschaftsberichterstattung. Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung gibt es unter www.rtl-journalistenschule.de.

  • Das Mentoringprogramm will jungen Natur- und Technikwissenschaftlern den Einstieg in den Wissenschaftsjournalismus erleichtern. In neun Monaten absolvieren die Mentees zwei redaktionelle Praktika bei führenden Medien; erfahrene journalistische Mentoren vermitteln die mediengerechte Darstellung von Forschung und bieten Zugang zu Hintergrundinformationen und Netzwerken. Das letzte Mentoringprogramm hat von September 2008 bis Juni 2009 stattgefunden. Die Neuauflage startet im September 2010.

  • Das Dialogforum WISSENSWERTE in Bremen will Wissenschaftsjournalisten, Wissenschaftskommunikatoren sowie medieninteressierte Forscher zusammenbringen. Mit WISSENSWERTE hat sich erstmals im deutschsprachigen Raum ein Forum etabliert, bei dem sich diese Zielgruppen über neueste Entwicklungen in Wissenschaft und Journalismus informieren und miteinander vernetzen können. Die Premiere hat im November 2004 stattgefunden. Entwickelt wurde das neue Kongress-Format zusammen mit dem Deutschen Journalisten-Verband (DJV) und der Messe Bremen. Die WISSENSWERTE bietet prominent besetzte Podiumsdiskussionen, Vorträge führender Wissenschaftler zu Trends der naturwissenschaftlichen und technischen Spitzenforschung sowie vielfältige Weiterbildungsangebote für Wissenschaftsjournalisten. Die nächste WISSENSWERTE findet vom 8.-10. November 2010 statt. Weitere Informationen zum Programm und Anmeldung unter www.wissenswerte-bremen.de.

  • Seit Januar 2010 bietet die Initiative Ad-hoc-Stipendien für wissenschaftsjournalistische Rechercheprojekte an. Mit diesen Stipendien aus Mitteln der Robert Bosch Stiftung sollen innovative Projekte ohne langen Vorlauf gefördert werden – originelle und mutige Ideen, die die Perspektiven der Berichterstattung über Wissenschaft erweitern. Zudem werden Studienaufenthalte von Journalisten in renommierten Forschungsinstituten weltweit gefördert. Mit den Ad-hoc-Stipendien will die Initiative die Umsetzung von Rechercheprojekten fördern und die Urteilsfähigkeit von Journalisten stärken. Dabei soll das Antragsverfahren so flexibel und niedrigschwellig wie möglich gehalten werden. Interessierte können sich jederzeit (ohne Bewerbungsfristen) bewerben. Eine Jury aus renommierten Wissenschaftsredakteuren entscheidet binnen zwei Wochen über den Antrag. Die Ausschreibung richtet sich an festangestellte oder freie Journalisten aus dem deutschsprachigen Raum mit mindestens zweijähriger Berufserfahrung aus allen Mediengattungen, die ein wissenschaftliches Thema bearbeiten wollen. Auch Gruppen und Redaktionen können Anträge für gemeinsame Projekte stellen, ebenso wie Teams aus Redakteuren und freien Journalisten. Einen Flyer mit weiteren Informationen sowie einen Leitfaden für die Antragsstellung finden Sie im Downloadbereich.

  • Ebenfalls neu ist das Coaching für Regionalzeitungen: Mit den Coachings sollen regionale Wissenschaftsjournalisten bei der Gestaltung kompetenter, lesenswerter und origineller Wissenschaftsseiten gezielt unterstützt werden. Die Mehrheit der Tageszeitungsleser schaut in ein Regionalblatt statt in eine überregionale Zeitung. Deswegen sind Regionalzeitungen entscheidend für die Art und Weise, wie öffentlich über Wissenschaft diskutiert wird. Allerdings ist bei regionalen Tageszeitungen meist nur ein einziger Redakteur für alles zuständig, was mit Medizin, Wissenschaft, Verbraucherinformation und Hochschule zu tun hat. Erfahrene, renommierte und mit Preisen ausgezeichnete Wissenschaftsjournalisten beraten den Wissenschaftsredakteur der Regionalzeitung im Tandem-Prinzip bei Themenfindung und Themenplanung, bei redaktioneller Herangehensweise und journalistischer Umsetzung. Das Angebot richtet sich an auflagenstarke Regionalzeitungen im deutschsprachigen Raum, die eine eigene Wissenschaftsseite haben beziehungsweise zeitnah aufbauen wollen, oder in denen mindestens ein Journalist für die Wissenschaftsberichterstattung zuständig ist. Für die teilnehmenden Redaktionen ist das Angebot kostenlos. Das Honorar für den Coach wird von der Initiative Wissenschaftsjournalismus getragen. Das Angebot umfasst eine individuelle Beratung per Telefon und E-Mail über vier Monate mit insgesamt 85 Coaching-Stunden. Außerdem treffen sich Coach und regionaler Redakteur ein- bis zweimal. Einen Flyer mit weiteren Informationen finden Sie im Downloadbereich.

  • Im Herbst 2010 startet zudem der „Medien-Doktor“ aus Dortmund, u.a. nach dem Vorbild des amerikanische HealthNewsReview.org: Täglich sollen dann Berichte über medizinische Themen aus deutschen Medien ausgewählt und durch externe Gutachter (vorwiegend Medizinjournalisten, aber auch Wissenschaftler) bewertet werden. Zur Bewertung wird jeweils ein international erprobtes Raster von Qualitätskriterien herangezogen. So erhält jeder Beitrag von Journalisten eine Wertung durch Journalisten und wird zusammen mit einer fundierten Analyse der Stärken und Schwächen der Berichterstattung auf der Seite www.medien-doktor.de (im Aufbau) kommentiert. Dadurch sollen Maßstäbe für Qualität im Medizinjournalismus transparent gemacht und zur Diskussion gestellt werden. Realisiert wird das Projekt in Kooperation der Initiative und des Lehrstuhls Wissenschaftsjournalismus der TU Dortmund. Der Öffentlichkeit präsentiert werden soll das Medizin-Monitoring im November 2010 auf der Konferenz WISSENSWERTE. Weitere Informationen: www.journalistik-dortmund.de/neues-monitoring-fur-medizinberichterstattung.html.

  • Weiterhin in Planung: Blatt- und Sendekritiken für Redaktionen, Journalistenreisen und weitere Veranstaltungen für Wissenschaftsjournalisten.

  • Die Netzwerk-Website www.netzwerk-wijo.de (geschlossener Bereich) ist eine virtuelle Plattform für alle Teilnehmer des Programms und soll dem Austausch und der Vernetzung der Wissenschaftsjournalisten untereinander dienen. Interessenten können sich gerne in unseren Info-Verteiler aufnehmen lassen und werden dann per E-Mail über Termine, Anmeldungs- und Bewerbungsfristen informiert. Bitte senden Sie dazu eine Mail mit Ihren kompletten Kontaktdaten an franziska.badenschier(at)tu-dortmund(dot)de.